13.11.2016

{Gelesen}: Niemalsland | Neil Gaiman

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Autor: Neil Gaiman
Titel: Niemalsland
Reihe: nein
Übersetzer: Tobias Schnettler
Genre: Fantasy
Verlag: Bastei Entertainment [14.10.2016]
TB: 432 Seiten, 18,00 €, ISBN: 3847906151
Kindle-Edition: 433 Seiten, 13,99 €, ASIN: B01EUP8D0O
als unk. HB bei Audible erhältlich
Whispersync for Voice verfügbar
hier: kostenloses Leseexemplar via NetGalley.de – DANKE !!!
gelesen auf dem Kindle Paperwhite
- Screenshots vom iPhone -

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Inhaltsangabe (Amazon):

Richard Mayhew führt ein unaufgeregtes Leben in London, bis ihm eines Tages ein verletztes Mädchen direkt vor die Füße fällt und ihn um Hilfe bittet. Richard willigt ein und gerät dadurch in ein Abenteuer, das er sich in seinen Träumen nicht hätte vorstellen können. Denn Door ist kein gewöhnliches Mädchen, sondern gehört zum verborgenen Reich von "Unter-London". Mit ihr landet Richard in einer Welt, die weit seltsamer und gefährlicher ist, als alles, was er vorher kannte.

Meine Meinung:

Es gibt Bücher, die sind für mich einfach Kult, gehören zum Kulturgut, sollte man unbedingt gelesen haben, bereichern einen, sind schlichtweg etwas absolut Besonderes, Einmaliges. “Niemalsland” von Neil Gaiman ist ein solches Buch. Es liest sich nicht nur einfach weg wie frisch geschnitten Brot, es geht in den Leser über, fließt fast schon durch die eigenen Adern und lässt einen nicht mehr los.

Neil Gaiman erzählt eine Geschichte, die fantastisch ist, größtenteils in einer Welt unter dem eigentlichen London spielt (wir kennen Ähnliches von Christoph Marzi), humorvoll unterhält, uns mit den Protagonisten Abenteuer bestehen lässt, aber auch die Achtung vor jeglichen Geschöpfen dieser Erde fördert. Wir begegnen nicht nur einem wahrhaftigen Engel, sondern auch Mördern, die seit Jahrhunderten leben und ein eingespieltes Team sind. Allein deren Dialoge sind einfach herrlich! Wir treffen die unterschiedlichsten Kreaturen und staunen über so viele alltägliche Dinge.

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Selbst auf dem Kindle Paperwhite kann man diese fantastischen Zeichnungen sehen, die das Buch bereichern, ich habe sie aber einfach aus der Kindle-App vom iPhone fotografiert.

Neil Gaimans Schreibstil ist herrlich flüssig, humorvoll und mit einigen Worten gespickt, bei denen ich unwillkürlich lächeln musste. “Fies” ist z.B. ein solches Wort. Es wird bei Pos. 915 für die Beschreibung eines Tonfalls verwendet, bei Pos. 970 für die nähere Beschreibung eines Glassplitters, bei Pos. 992 als Teil der Beschreibung giftiger Fänge oder z.B. bei Pos. 2890 zur genaueren Beschreibung übel riechender Speisen. – Vielleicht ist aber auch der Übersetzer für dieses Wort verantwortlich(?).

Ich habe die Reise ins Unter-London sehr genossen, und es ist schon ein wenig traurig, dass das Buch nun beendet ist. Tatsächlich weiß ich nicht, was ich nun lesen soll, um von der neuen Lektüre nach dieser nicht enttäuscht zu werden.

Ich gebe selbstverständlich 11/10 Punkte für dieses außergewöhnliche Werk und kann es jedem nur wärmstens empfehlen, der etwas für skurrile Fantasy übrig hat.

Zitate:

Es gibt vier einfache Möglichkeiten für den Betrachter, Mr. Croup und Mr. Vandemar auseinanderzuhalten: Erstens ist Mr. Vandemar zweieinhalb Köpfe größer als Mr. Croup; zweitens ist die Farbe von Mr. Croups Augen ein verblasstes Kobaltblau, während Mr. Vandemar braune Augen hat; drittens trägt Mr. Vandemar an der rechten Hand Ringe, die er aus den Schädeln von vier Raben gefertigt hat, und Mr. Croup trägt keinen sichtbaren Schmuck; viertens mag Mr. Croup Worte, während Mr. Vandemar immerzu hungrig ist. Und außerdem sehen sie sich überhaupt nicht ähnlich.
bei 3 %, Pos. 153/5255, Prolog

“Periphrase”, erklärte Mr. Croup Mr. Vandemar. “Damit ist das Umschreiben einer Sache gemeint. Eine Abschweifung, Geschwätzigkeit.”
bei 53 %, Pos. 2790/5255, Kapitel 10

Sie stiegen eine beeindruckende, mit dickem Teppich ausstaffierte Treppe hinab. Sie stiegen eine weniger beeindruckende, mit weniger dickem Teppich ausstaffierte Treppe hinab. Sie stiegen eine völlig unbeeindruckende, mit abgewetztem braunen Sackleinen bezogene Treppe hinab, und schließlich stiegen sie eine trostlose Treppe ohne jeden Teppichbelag hinab.
bei 70 %, Pos. 3699/5255, Kapitel 15

Weitere Bücher des Autors:

- American Gods – gehört 24.03.2009 – 08/10 Punkte
- Anansi Boys – gehört 12.11.2008 – 09/10 Punkte
- Der Ozean am Ende der Straße
- Sternwanderer
- Niemalsland – beendet 13.11.2016 – 11/10 Punkte

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