16.02.2017

{Gelesen}: Die Kastellanin | Iny Lorentz

170216 Kastellanin

Autoren: Iny Lorentz
Titel: Die Kastellanin
Reihe: Die Wanderhure (2)
Genre: Historischer Roman
Verlag: Knaur, [01.04.2006]
HC, 608 Seiten, 19,99 €, ISBN: 3426661136
TB: 589 Seiten, 10,99 €, ISBN: 3426631709
(ich habe vor Jahren noch 8,95 € dafür bezahlt)
Kindle-Edition: 608 Seiten, 9,99 €, ASIN: B004X2X4J0
auch als gekürztes Hörbuch bei Audible erhältlich
gelesen im Lesesessel vom SuB

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Klappentext:

Marie lebt zufrieden mit ihrem Ehemann Michel Adler, den sie innig liebt. Ihr Glück scheint vollkommen, als sie ein Kind erwartet. Doch dann muss Michel in den Kampf gegen die aufständischen Hussiten ziehen. Er beweist so viel Mut, dass er zum Ritter geschlagen wird – und verschwindet nach einem grausamen Gemetzel spurlos. Nachdem Michel für tot erklärt wird, ist Marie ganz allein auf sich gestellt und sieht sich täglich neuen Demütigungen ausgesetzt. Schließlich bleibt ihr nur ein Ausweg: Sie muss von ihrer Burg fliehen. Voller Hoffnung, dass ihr Mann noch leben könnte, schließt sie sich als Marketenderin einem neuen Heerzug an. Es beginnt das Abenteuer ihres Lebens. Wird sie den geliebten Mann jemals wieder finden?

Meine Meinung:

Fast schon ein Markenzeichen des Autoren-Ehepaars ist es, dass vor historischem Hintergrund die Geschichte einer fiktiven Frau geschildert wird, die allen Widrigkeiten zum Trotz mit einer erstaunlich modernen Einstellung überlebt, und nicht selten geht es in deren Büchern auch mehrmals “zur Sache”.

Dieses ist der zweite Band der Wanderhuren-Reihe. Ein Umstand, der im Mittelalter äußerst selten vorkam war, dass ein Bürgerlicher sogar vom Kaiser selbst zum Ritter geschlagen wurde, und das auch noch ohne jemals Knappe gewesen zu sein. Michel, der von seinen Feinden oft “Wirtsbalg” genannt wird, weil er ein späterer Sohn eines Gastwirts ist, schafft es jedoch nicht nur, eine Burg als Kastellan zu erhalten, sondern wird, weil er dem Kaiser das Leben rettet, später gar zum Reichsritter geschlagen. Ein Aufstieg, den ihm viele neiden. Doch damit nicht genug hat auch Marie immer noch unter ihrer Vergangenheit zu leiden und wird von den neuen Burgherren furchtbar schikaniert, als es heißt, ihr Mann sei im Krieg gefallen.

Wir begegnen einer bunten Mischung der verschiedensten Menschen und treffen auch Hiltrud, Maries Retterin aus dem ersten Band wieder. Grausame, kaum geschönte Abschnitte über das Kriegsgeschehen wechseln sich mit den wundersamen Überlebenskünsten der Protagonisten ab, die letzten Endes fast unbeschadet diesen Abschnitt ihres Lebens überstehen. Auch ein bisschen Übersinnliches spielt hier mit, denn Marie als auch Michel sehen einander in den Träumen.

Alles in allem ist dies ein gewohnter “Iny Lorentz”: spannend, mit guten und bösen Menschen, Neidern und Hilfsbedürftigen, in jeder Weise lüsternen Männern und gewitzten Frauen, und ein bisschen zu blank poliert.

Ich gebe 08/10 Punkte.

Zitat:

Frau Kunigunde funkelte sie zornig an. “Hör mir doch richtig zu, Weib! Mein Mann will, dass du meinen Vetter Götz von Perchtenstein heiratest, und damit basta.”
Seite 149, 2. Teil, Kapitel 5

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Bücher der Reihe (Histo-Couch):

1. Die Wanderhure – beendet 24.01.2017 – 08/10 Punkte
2. Die Kastellanin – beendet 16.02.2017 – 08/10 Punkte
3. Das Vermächtnis der Wanderhure
4. Die Tochter der Wanderhure
5. Töchter der Sünde
6. Die Rache der Wanderhure
7. Die List der Wanderhure

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