31.01.2008

Bücherstöckchen

Bei Mari hab ich auch ein Stöckchen heute entdeckt und einfach mal aufgefangen - ätsch:

Hier die Regeln:
  • Nimm das erste Buch in deiner Nähe (das mindestens 123 Seiten hat).
  • Öffne das Buch auf Seite 123.
  • Finde den fünften Satz.
  • Poste die nächsten drei Sätze.
  • Wirf dein Stöckchen an 5 weitere Blogger!

Und los gehts:

"Ich muss hin!", schrie sie, lauter als notwendig, und warf ihren Kindern einen irren Blick zu. Da legten sich Hände wie Schraubstöcke um ihre Arme.
"Du kannst ihm nicht helfen! ..."

Es ist das Buch, das ich gerade lese: "Die Frauen der Wolkenraths" von Elke Vesper. Es beginnt vor dem ersten Weltkrieg in Dresden und ist sehr spannend. Wenn ich abends nur nicht immer so müde und erschöpft wäre...

Ach ja, fast vergessen : Es darf das Stöckchen natürlich jeder mitnehmen, wo mag, nech?

Gimme 5 - Gegensätze

Bei Wapiti (mal wieder) habe ich folgendes Stöckchen entdeckt:

1. Süss oder sauer? - Geht nicht auch beides? Ich mag am allerliebsten süß-sauer
2. Meer oder Berge? - Berge
3. Kalt oder warm? - Warm
4. Sonne oder Regen? - Sonne
5. Norden oder Süden? - weder noch - ich stehe auf den Westen - Schottland nämlich

Und wenn ich bedenke, dass es in Schottland auch ausreichend regnet und neben den Bergen natürlich auch Lochs vorhanden sind und es nicht wirklich warm ist, frage ich mich, ob ich hier eigentlich alle Fragen richtig beantwortet habe - Also eigentlich hätte es heißen müssen:

- süß-sauer; - Lochs und Bergketten, Glens, eigentlich die gesamt Landschaft der Highlands; - kalt und warm; - Sonne und Regen; - Nordwesten

29.01.2008

Die verstrickte Dienstagsfrage 5/2008

Wie sieht für dich der ideale Lieblingspullover aus? Welche Ausschnittform bevorzugst du, welche Ärmelform, was für ein Material, wie würdest du Farbe(n) und Muster wählen?

Vielen Dank an Kerstin für die heutige Frage!

Interessante Frage... hmmm - also das ist von Fall zu Fall verschieden, glaube ich. Am liebsten mag ich zwar Schlumperpullis, aber das sind auch die, die ich genügend habe und eben nur zuhause anziehe. Stricke ich mir einen neuen, dann halt schon lieber einen, den ich auch im Büro anziehen kann. Dazu darf er dann weder zu dick sein, noch zu weit. Und dann auch eher ohne Rollkragen (man könnte sich ja so einen extra Rollkragen nadeln, den man dann im Winter über dem Pulli trägt ). Aber ganz gerade Ausschnitte sind ebenso ätzend, dann sitze ich immer da und zupple mir am Ausschnitt herum, weil der mich zu erwürgen droht . Aber zu offenherzig mag ich auch nicht - es sei denn, es ist ein Sommerpulli.

Die Ärmel dürfen nicht zu weit sein, damit ich überall hängen bleibe, aber auch nicht so hauteng, dass mich das einengt. Ich hab beides schon mal produziert... - Das Material sollte wenn Schurwolle, dann Merino sein oder ein Gemisch aus verschiedenen Garnen, da ich gegen reine Schurwolle allergisch reagiere. Was Muster betrifft: Da bin ich völlig offen. Ich liebe keltische Muster und habe daher auch vor, mir eine wundervolle Jacke mit eben diesen Verzopfungen zu nadeln. Aber auch Muster aus verschiedenen Farben mag ich sehr...

Ihr seht schon, ich kann eher sagen, was ich NICHT mag. Ist ja auch schon mal was. Die Auswahl der verbleibenden Möglichkeiten ist derart groß, dass ich immer fündig werde.

28.01.2008

Socken 04/2008

Aus dem Rest der Herrensocken-Wolle hab ich noch ein kleines Paar nadeln können



Sie sind Jacob schon zu klein und Tyler noch viel zu groß - aber er kann ja hineinwachsen


Genadelt aus dem Rest Strumpfwolle von Schoeller Süssen GmbH (60-25-15)
Nadeln: 2,5 Bambus
Maschenanschlag: 40
Muster: jede 4. Masche li
Ferse: Bumerangferse
Spitze: Bandspitze
Bündchen: 1 M re, 1 M li
Größe: 18/19
Verbrauch: 20 g

27.01.2008

Socken 03/2008

Die ersten Herrensocken dies Jahr sind abgenadelt



Und hier noch ein Detailfoto vom Muster



Genadelt aus Strumpfwolle von Schoeller Süssen GmbH (Altenburger Handarbeiten) - 60 % SW superwash, 25 % Polyacryl, 15 % Polyamid
Nadeln: 2,5 Bambus
Maschenanschlag: 64
Muster: 3 Reihen 2 M re, 2 M li, 4. Reihe *1. re M auf Hilfsnadel vor die Arbeit legen, 2. re M stricken, dann die 1. re, 2 M li*, immer wiederholen
Ferse: doppelt gestrickte Fersenwand (wie beim ital. Abnähen), Herzchenferse
Spitze: Bandspitze
Bündchen: 2 M re, 2 M li
Größe: 42/43
Verbrauch: 75 g

Strickbild der ersten Herrensocken 2008

Sie sind zwar noch nicht fertig, aber ich musste jetzt mal das Tageslicht ausnutzen, um Fotos zu machen :



das also sind sie



26.01.2008

A tiny little handsome Man



Vor wenigen Minuten habe ich endlich ausgiebig mit meiner Tochter telefonieren können. Sie ist bereits zuhause und es geht ihr gut, genau wie dem kleinen Mann, den ich im Hintergrund maunzen gehört hab - und weil ich noch kein Foto hab, hat sie mir kurzerhand eins übers Handy gesandt. Ich hab es zwar ein wenig aufgehellt, aber es ist immer noch ziemlich dunkel. Trotzdem ist es das erste Foto von Tyler King, dem kleinen Mann, der zwei große Schwestern und einen großen Bruder hat. Und die Schwestern sind ganz aus dem Häuschen vor Freude , nur dem großen Bruder ist der kleine Bruder nicht ganz geheuer und er ist sich noch nicht so ganz klar, warum er ihn zwar streicheln soll aber nicht in sein Bett setzen darf. Na, die Nase hat er jedenfalls gleich gefunden und mal ordentlich dran gepackt

25.01.2008

Tyler King is born

Glitter Words


Nachdem ich es nicht mehr ausgehalten und in England angerufen habe, weiß ich nun mehr: Tyler ist vor einer Stunde zur Welt gekommen, er wiegt über 7 Pfund und es geht ihm gut. Claudia ist sehr erschöpft und braucht erst einmal Ruhe. Aber sonst geht es ihr auch gut. Sie wird wohl morgen anrufen und mit mir sprechen können

Kurz davor habe ich meine Tickets gebucht, weil mein Kind Ende Februar Geburtstag hat. Ende Februar/Anfang März werde ich die nun 6köpfige Familie besuchen fliegfahren und ein bisschen helfen. Claudia wird mir noch eine Wunschliste erstellen, was sie alles gern hätte und die Tasche, die ich am Flughafen aufgebe, wird im Grunde genommen nur meine Geschenke beinhalten

Leute, ich bin immer noch am Heulen vor Erleichterung... hab mir doch ganz schön Sorgen gemacht...

Gimme 5 - Antworten statt Fragen

Bei Wapiti gesehen - mal eine andere Art von Stöckchen

1. Drei
Meine Frage: Wie viele Kinder hast du?

2. Am Wochenende
Meine Frage: Wann gehst du spazieren, machst Ausflüge, Fotos?

3. Fußball
Meine Frage: Bei welcher Sportart laufen 22 Mann einem einzigen Ball hinterher?

4. Meine Mutter, wer sonst?
Meine Frage: Wer hat dir das Kochen beigebracht?

5. Schweden
Meine Frage: In welchem Land hat jemand aus deiner Familie im letzten Jahr Urlaub gemacht, das du selbst noch nicht bereist hast?

24.01.2008

Ach du meine Güte

... der letzte Beitrag stammt vom Montag und heute ist bereits Donnerstag - wo ist denn bitte die Zeit hin?

OK-OK, am Dienstag hab ich nur an dem Socken weiter genadelt und vor dem TV gehockt, während mein Highlander trainiert hat. Ich war nämlich ziemlich geschafft und konnte mich noch nicht einmal zum Lesen aufraffen. Wenn die Jahre wechseln hat ein Buchhalter immer viel zu tun und Überstunden kommen ganz von selbst, ohne dass man es bemerkt... .

Und gestern war ich dann mehr als 300 km auf den Autobahnen unterwegs und hab versucht, meine Konzentration über 10 Stunden auf höchster Stufe zu belassen. Was danach kam, war ja wohl keine Überraschung

Ich glaube heute hält mich meine Vorfreude aufrecht, dass morgen Freitag ist und damit der letzte Arbeitstag der Woche, der das Wochenende einläutet . Außerdem habe ich den DVD-Brenner in meinen PC eingebaut und den CD-Brenner durch ihn ersetzt (anderes hätte ich mit Master-/ und Slave-Funktionen nicht so ohne weiteres allein hin gekriegt, vor allem, weil mir die kleinen Reiterchen fehlen). Softwaremäßig krieg ich ja einiges hin, ohne dass ich Informatik studiert hätte, aber bei der Hardware hab ich bislang immer die Finger von gelassen. Da kann man doch mal sehen, dass ich sogar das hin bekommen kann

Ganz besonders freu ich mich auch auf Samstag, denn da fahre ich meine Ableger besuchen und wir gehen allesamt beim Chinesen essen. Ich muss doch mal nach dem Rechten sehen, nachdem jeder seine eigenen Wege geht

Eben rief mich auch meine Älteste an: Sie fährt gleich ins Krankenhaus. Tyler ist ja nun schon eine Woche überfällig und es wird Zeit, dass er geholt wird. Außerdem sind ihre Blutwerte nicht mehr ganz in Ordnung und auch der Blutdruck soll ziemlich hoch sein... Drücken wir ihr also alle die Daumen, dass alles gut geht und Mutter und Kind die Tortur bestens überstehen. Ein bisschen Bammel hab ich schon... Ich kann auch nicht mal so eben vorbei fahren... da liegen einige km dazwischen...

21.01.2008

Angeschlagen

Angeschlagen und bis über die Ferse ist die erste Socke im Zuge des Herrensocken-KAL gestrickt:
Es wird ein Paar in Größe 42/43 mit einem einfachen Rechts/Linksmuster, der Herzchenferse und einer doppelt gestrickten Fersenwand.
Leider kommen bei dem künstlichen Licht mal wieder nicht die Farben so richtig raus. Was hier mehr rosa wirkt, ist nämlich eher orange und ein wenig violett, ansonsten ist viel grün und türkis darin enthalten. Zu olivfarbenen Hosen dürften sie hervorragend passen Cool

Weltknuddeltag

Wusstet ihr schon, dass heute der Weltknuddeltag ist? - Bei Shayanna entdeckt und sofort adoptiert

Leider fühle ich mich heute nicht so besonders und jeder macht einen Bogen um mich, um sich nicht anzustecken... und das am Weltknuddeltag

Aber zumindest digital kann ich euch alle umarmen

20.01.2008

Socken 02/2008

Die "Socks of Kindness" vom Knittalong in Mellis Forum sind fertig



Und hier noch ein Detailfoto vom Muster



Genadelt aus Lana Grossa Meilenweit Fun (80 % SW, 20 % PA)
Nadeln: 2,25 Pony Perl
Maschenanschlag: 64
Muster: bei Ravelry gefunden: Socks of Kindness
Ferse: Bumerangferse
Spitze: Bandspitze
Bündchen: 2 M re, 2 M li
Größe: 38/39
Verbrauch: 68 g


Störungen bei Myblog

Seit 6 Tagen nun kann ich nicht mehr bei Myblog kommentieren, weder vom Dienstrechner noch von meinem eigenen aus. Deshalb schließe ich aus, dass es an meinem Rechner liegt. Immer, wenn ich einen Kommentar abgeschickt hab, stand in der Adresszeile des Browsers der Permalink des Beitrags, aber die Seite war leer - weiß... bzw. ist es immer noch.

Anfangs bin ich davon ausgegangen, dass es vielleicht am Firefox liegt, denn in der Firma und an meinem Rechner ist der Firefox der Standardbrowser, während mein Highlander z.B. den IE 6 als Standard hat. Und ER konnte kommentieren. Mit dem "Macher" von Myblog hab ich mich schon in Verbindung gesetzt, aber nachdem er auch über den Firefox problemlos kommentieren kann, hat er sich einfach nicht mehr gemeldet und stempelt mich wahrscheinlich als deppert ab.

Davon ausgehend, dass der IE wohl funktioniert, hab ich es dann mit diesem Browser von meinem Rechner aus versucht - aber es geht auch nicht! Nada! - Also liegt es auch nicht am Firefox. - Also kann es meiner Meinung nach nur an folgenden Dingen liegen:


  • entweder ist mein Virenscanner und auch die Sicherheitsstufe im Browser zu hoch eingestellt wie in der Firma auch

  • oder ich habe Windows-Updates (Sicherheitsupdates) auf dem Rechner, die andere nicht haben (ist in der Firma und bei mir automatisch eingestellt, während der Laird NICHT upgedatet hat

  • oder aber Myblog hat irgendeine Einstellung am Samstag letzter Woche geändert, die nicht immer akzeptiert werden, vielleicht eine Java-Einstellung oder was auch immer



Ich werde später, wenn ich wieder an meinen Rechner kann, einmal testen, ob ich auch vom Opera aus nicht kommentieren kann. Wenn das so ist - und ich möchte ungern meine Sicherheitsstufe lockern - werde ich künftig wohl dort nur noch per Kontaktformular oder Mail kommentieren können. Und diejenigen, die das in ihrem Blog nicht aktiviert haben, werden künftig auf meine Kommentare verzichten müssen...

Ich hab verschiedenlich schon gehört, dass es nicht nur mir so ergeht. Vielleicht finden wir ja heraus, woran es liegt? Könnt ihr, die ihr auch nicht mehr bei Myblog kommentieren könnt, hier mal sagen, was ihr für einen Browser nutzt und ob ihr letztens ein Windows-Update gestartet habt?

15.01.2008

Knittalongs

Kennt ihr das: Man wuselt im Netz rum und findet massenhaft Gleichgesinnte und stellt fest, man sollte mal gemeinsam ein Projekt in Angriff nehmen?

Der erste Knittalong, an dem ich teilnehme ist einer in Mellis Forum. Wir nadeln nach einem einheitlichen Muster aus Ravelry jeder ein Paar Socken. Der Startschuss war heute und jede strickt halt in dem Tempo, wie es ihr gefällt. Einen Termin gibt es nicht und somit ist auch kein Druck dahinter.

Der zweite Knittalong, an dem ich teilnehme - kein Startschuss und auch gänzlich ohne Grenzen - ist der Männersocken-Knittalong bei Britt. Wir haben nämlich beschlossen, dass wir doch eigentlich genügend Damensocken und auch Kindersöckchen fabrizieren, aber die Herren der Schöpfung bei dem ganzen etwas zu kurz kommen. Vielleicht, weil die Füße viel größer sind und die Fertigstellung etwas länger dauert? Oder aber die Musterung etwas langweilig ausfällt, weil Mann keine Löcher und Verzierungen am Bein leiden mag? - Sei es wie es sei: Wir wollen mehr Männersocken nadeln . Den dazu gehörenden Button füge ich auch gleich in die Navileiste meiner Projekte ein

Die verstrickte Dienstagsfrage - Woche 03/2008

Hast Du einen Lieblings-Strickdesigner bzw. Strickdesignerin? Und warum schätzt Du die Arbeiten dieser Person so?
Vielen Dank an Jinx für die heutige Frage! - das Wollschaf

Diese Frage kann ich kurz und bündig beantworten: Nein! Ich sehe ständig neue schöne Muster irgendwo, kaufe mir Bücher, drucke mir Anleitungen aus und stricke bewährte Muster wiederholt. Inzwischen hab ich schon eine ganz ansehnliche Sammlung der verschiedensten Muster, teilweise bereits ausprobiert, aber viele, viele noch nicht.

Die einzigen, das ich anführen könnte wären Ewa und Steffi (ihr wisst schon: die zwei vom Genialen Socken Workshop), durch die beiden habe ich eine Menge dazu gelernt, was die Techniken betrifft

14.01.2008

Rezi: Hanthun-Thar

Dieses Buch hat mir die Autorin persönlich zukommen lassen und nachdem meine Rezension auf der Phantastik-Couch erschienen ist, darf sie nun auch hier auf meinen Seiten zu lesen sein:


oder 69/100
Ute Neumann
Hanthun-Thar, der Völkersammel-Planet
Fantasy
Triga-Verlag
SC, 530 Seiten
ISBN: 3897745496

Meine Meinung:

Ein Märchen aus einer anderen Welt

Hanthun-Thar, ein Planet in den unendlichen Weiten des Universums. Hier lebt Ili auf einem kleinen Bauernhof, bis dieser eines Tages von Kriegern des Volkes der Engol angegriffen wird. Ili kann fliehen, doch die Feinde verfolgen sie. Nur dem beherzten Eingreifen dreier entflohener Gladiatorenkämpfer verdankt sie ihr Leben. Sie schließt sich deren Reise in das Land der Engol an, in der Hoffnung, dort ihren Stiefvater zu finden. Mannigfache Gefahren erwarten sie auf ihrer Wanderung durch Gebirge, Hochmoore, Wälder und Ortschaften.

Durch eine Intrige wird Ili gezwungen, ihre abenteuerliche Reise alleine fortzusetzen. Als sie einige Zeit später Keldar und Borim – zwei ihrer Retter – wieder begegnet, muss sie erfahren: Das Leben der beiden ist in großer Gefahr. Wird es ihr gelingen, die Freunde zu befreien oder ist ihr sorgfältig ausgearbeiteter Plan in letzter Sekunde zum Scheitern verurteilt?

Soweit zum Klappentext, obwohl dieser nicht ganz stimmt. Denn nicht eine Intrige zwingt Ili, ihre Reise allein fortzusetzen, vielmehr hat sie sich das ihren Lügengespinsten zuzuschreiben. Das mag daran liegen, dass Ili doch noch relativ naiv ist, wohl weil sie ihren Bauernhof bis zu diesem Abenteuer eigentlich noch nie verlassen hat. So lernt sie erst mit der Zeit, ihren Freunden zu vertrauen. Dem gegenüber steht ihr Heldenmut, der ihr hilft, schier unlösbare Situationen zu meistern und eine Art Lebensklugheit, damit umzugehen.

Ein weiterer Protagonist ist Keldar. Wir erfahren im Laufe des Buches doch recht wenig über diese sehr verschlossene, weitblickende Führerpersönlichkeit. Obwohl seine Rolle eine Art „Jean Luce Picard“ ist, dem die Fähigkeit anhaftet, sich in fast jeder Situation richtig zu verhalten, ist auch er nur ein Mensch und lässt sich teilweise von seinen Gefühlen beeinflussen.

Ute Neumann zeigt uns nicht nur eine Welt der Herrscher und Reichen, in der Ilis Stiefvater lebt, sondern auch die der Unterdrückten und Versklavten. In einer Märchenwelt, in der Gut und Böse miteinander kämpfen, das Gute jedoch fast zwangsläufig siegt, begegnet Ili dem „Herrscher der Welt“. Dieser Gulukh-da-Gahn, der mit dem Leben seiner Untergebenen spielt, ist jedoch naiv genug, sich von Ili bezirzen zu lassen und diese trotz ihrer Naivität clever genug, ihn für sich einzunehmen. Merkwürdig ist, dass dieser Herrscher auf ein Klischee hereinfällt und Ili ihm über viele Abende hin Kopfschmerzen vortäuschen kann, um des Nachts in den Geheimgängen herumgeistern zu können, und dass dies nie jemandem auffällt. Ein Märchen halt.

Auch geschehen einige Dinge, die noch keinen rechten Sinn ergeben wie z.B. die Rettung eines Wasserwesens, welche auch noch unbemerkt bleibt. Da dürfen wir also auf die Fortsetzung gespannt sein.

Ein paar Worte zum Verlag

Verlegt hat dieses Buch der Triga-Verlag, vielleicht bekannt durch seine Sach- und Fachbücher. Es ist lobenswert, wenn sich ein solcher Verlag auch der Herausgabe von Erstlingswerken neuer Autorinnen und Autoren widmet. Ein Tipp sei hier jedoch angemerkt: Bitte verwendet leichteres Papier! Dieses 500-Seiten-Buch ist unverhältnismäßig schwer und unhandlich und lässt sich fast nur am Tisch sitzend wirklich gut lesen. Obwohl ich es als Frevel erachte, Buchrücken eine Lesefalte zu verpassen, habe ich dies hier ein ums andere Mal versucht, um mir das Lesen zu erleichtern – kein leichtes Unterfangen…

Und ein Tipp an die Autorin:

Manchmal ist weniger mehr. Die Fantasie der Autorin scheint keine Grenzen zu kennen. So kann sie sich jedes kleinste Detail so genau vorstellen, dass sie es ihren Lesern auch mitteilen möchte. Vor allem der erste Teil des Buches besteht aus seitenlangen Beschreibungen, die manchmal etwas ermüden, weil sie der Spannung nicht förderlich sind. Außerdem nehmen sie dem Leser die Möglichkeit der eigenen Vorstellungskraft.

Während gerade Örtlichkeiten bis ins Kleinste beschrieben sind, bleibt eigentlich noch offen, was genau der Gulukh-da-Gahn mit Aila, der Hanruhn und dann Ili vor hat, was genau seine Pläne mit seinen „Schöpfungen“ sind. Somit lässt das Buch noch einige Fragen offen.

Dieses Märchen auf einem fremden Planeten ist in der Fantasy-Welt einmal erfrischend anders. Mal keine Drachen und Elfen, dafür verschiedene Völker auf einem Planeten, Geschöpfe, die teilweise erschaffen wurden, ohne dass von Magie die Rede war.

Der Schreibstil ist einfach und verständlich und dennoch anspruchsvoll, so dass dieses Buch auch von Jugendlichen gelesen werden kann.


Mein Buch hat leider keine Signierung. Und so hoffe ich, dass Ute und ich uns mal treffen werden und sie mir das Buch nachträglich signiert

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