27.05.2017

{Gelesen}: Susannah | Stephen King

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Autor: Stephen King
Titel: Susannah
Reihe: Der dunkle Turm (6)
Übersetzer: Wulf Bergner
Genre: genreübergreifend
Verlag: Heyne Verlag, [24.06.2009]
Kindle-Edition: 497 Seiten, ASIN: B004OL2VSU
hier: gelesen via Skoobe, neuere Version als meine
auf dem iPad mini und iPhone
Whispersync for Voice verfügbar
auch als TB und HB erhältlich

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Inhaltsangabe (Amazon):

Mit Band VI des Zyklus um den Dunklen Turm nähert sich Stephen King dem großen Finale. Als ein Balken des Turms einstürzt und in Mittwelt ein Erdbeben auslöst, müssen Roland und Eddie erkennen, dass ihnen die Zeit wegläuft. In ihrer Verzweiflung beschließen sie, ihren Schöpfer aufzusuchen, während Susannah in New York Rolands Sohn zur Welt bringt. Der Kreis beginnt sich zu schließen.

Meine Meinung:

Mit Band 6 der Reihe kommen wir dem Ende immer näher, und schon verstehe ich auch den Titel des letzten Bandes “Wind” viel besser und ahne, was damit gemeint ist. Inzwischen sind schon Hunderte von Seiten geschrieben worden, und die Story ist so wunderschön rund mit einem noch immer offenen Ende, dass es wirklich erstaunlich ist. Stephen King ist wahrhaft der Meister seines Faches. Einordnen lässt sich die Story auch nicht so einfach, sie ist genreübergreifend, hat aus fast allen Genres Elemente, und selbst die Vampire bringen mich hier nicht aus der Bahn. Ich bin fasziniert!

Faszinierend und erstaunlich ist auch die Vorstellung, wie King die Schwangerschaft von Susannah/Mia erklärt und eine “Datenübertragung” stattfinden lässt. Aber auch, dass er sich selbst als fiktive Person mit in die Story geschrieben hat – einfach großartig!

Bei der Bewertung habe ich geschwankt, war schon fast versucht, die volle Punktzahl zu vergeben Winking smile - habe mich dann aber doch dazu durchgerungen, wie bei den meisten Bänden zuvor 09/10 Punkte zu geben. Ich hoffe noch immer auf eine Steigerung, auf den ultimativen Kick Winking smile

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Zitat:

Dann sagte der Schriftsteller: “Die Kugel muss aus dem Spiel genommen und zerbrochen werden.”
Roland runzelte die Stirn. “Welche Kugel? Die Schwarze Dreizehn?”
Pos. 989/1352, Kapitel 11

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Bücher der Reihe:

1. Schwarz – beendet 22.05.2016 – 07/10 Punkte
2. Drei – beendet 21.06.2016 – 09/10 Punkte
3. Tot. – beendet 18.07.2016 – 09/10 Punkte
4. Glas- beendet 25.10.2016 - 06/10 Punkte
5. Wolfsmond – beendet 24.02.2017 – 09/10 Punkte
6. Susannah – beendet 26.05.2017 – 09/10 Punkte
7. Der Turm
8. Wind

25.05.2017

{Gehört}: Gehetzt | Kevin Hearne

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Autor: Kevin Hearne
Titel: Gehetzt
Reihe: Die Chronik des Eisernen Druiden (1)
Übersetzer: Alexander Wagner
Genre: Fantasy
Verlag: HörbucHHamburg HHV GmbH, [27.02.2013]
Hörminuten: [610 Minuten]
Sprecher: Stefan Kaminski
auch im TB- und eBook-Format verfügbar
Whispersync for Voice verfügbar
gehört über die Audible-App

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klick zu Audible.de

Inhaltsangabe (Audible):

Der letzte Druide - von keltischen Göttern gejagt. Der junge Ire Atticus hat sich mit seinem Wolfshund Oberon im Südwesten der USA niedergelassen. Er betreibt eine Buchhandlung mit okkulten Schriften und verkauft allerlei magischen Krimskrams. An Arizona schätzt er vor allem "die geringe Götterdichte und die fast vollständige Abwesenheit von Feen". Ein verhängnisvoller Irrtum...

Der grandiose Auftakt der Fantasy-Serie um den letzten lebenden Druiden.

©2013 Klett-Cotta - J.G. Cotta'sche Buchhandlung Nachfolger GmbH, gegr. 1659, Stuttgart (P)2013 Hörbuch Hamburg HHV GmbH, Hamburg

Meine Meinung:

Hach! Ich liebe das Keltische, ich liebe Fantasy, und ich liebe die Darbietungen Stefan Kaminskis. Was bin ich froh, diese Reihe bei Audible entdeckt zu haben! Schon der Auftakt konnte mich restlos überzeugen. Einen Punkt Abzug gibt es lediglich, weil ich “eigentlich” um Vampirbücher etc. einen großen Bogen mache. Und davon gibt es in dieser Reihe offensichtlich doch einige, dazu Wehrwölfe, Götter, Hexen, Feen und Dämonen. Ohne Vampire wäre das Buch wohl die volle Punktzahl wert. Aber hey, man kann es schließlich nie allen recht machen, oder? Und jeder hat so seine Vorlieben und Abneigungen.

Protagonist ist Atticus, der letzte lebende Druide und bereits 21 Jahrhunderte alt, der in diesem ersten Buch einen entscheidenden Kampf gegen den keltischen Liebesgott Angus Org ficht. An seiner Seite kämpfen Wehrwölfe, aber auch andere Götter und eine alte Hexe. Atticus kommt sehr sympathisch daher, nicht zuletzt durch seine mentale Verbindung zu seinem Wolfshund Oberon, aber auch durch seine positive Art. Und Stefan Kaminski gibt allen wunderbare Stimmen, wie es so seine Art ist, mit einem leisen Knurren oder Bellen untermalt, Gekrächze bei Morigan und den unterschiedlichsten Klangfärbungen, um die einzelnen Personen voneinander unterscheiden zu können. Meisterliches Können stellt er hier erneut unter Beweis.

Ein rundum gelungenes Hörvergnügen und mir wie eingangs erwähnt 09/10 Punkte wert.

09-10

Bücher der Reihe:

1. Gehetzt – gehört 25.05.2017 – 09/10 Punkte
2. Verhext
3. Gehämmert
4. Getrickst
5. Erwischt
6. Gejagt
7. Erschüttert

22.05.2017

{Gelesen}: Das Friedmann-Haus | Peter Martin

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Autor: Peter Martin
Titel: Das Friedmann-Haus
Genre: Mystery-Thriller
Verlag: beTHRILLED, [01.04.2017]
durch NetGalley.de – VIELEN DANK !!!
Kindel-Edition: 310 Seiten, ASIN: B01MZG2ATA
auch als Taschenbuch verfügbar

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Inhaltsangabe (Amazon):

Aus diesem Haus verschwinden Menschen. Plötzlich. Spurlos.
Jan, ein junger, erfolgloser Berliner Blogger und Szenejournalist, zieht ins Friedmann-Haus ein. In diesem denkmalgeschützten, aber leicht verwitterten Schmuckstück in Schöneberg haben sich in den letzten Wochen drei Personen scheinbar in Luft aufgelöst: Der Hausmeister, dessen Tageszeitung man aufgeschlagen auf dem Tisch fand. Eine alte Dame, deren Tee noch auf dem Herd kochte. Und eine Studentin, die ihren angeschalteten Laptop zurückließ. Die Polizei konnte keinen Hinweis auf ein Verbrechen finden ...
Jan will dem Geheimnis des Friedmann-Hauses auf die Spur kommen und darüber in einem Blog berichten. Aber auch er hat Geheimnisse, und sein Interesse am Friedmann-Haus hat sehr persönliche Gründe. Als die Vermissten wieder auftauchen, nur um fast sofort wieder zu verschwinden, wird die ganze Sache immer unheimlicher - und gefährlicher!
Ein temporeicher, atmosphärischer Thriller, in dem es vielleicht nicht für alles eine natürliche Erklärung gibt ...

Meine Meinung:

Cover und Kurzbeschreibung haben mich fast augenblicklich in meinen Bann gezogen. Als gebürtige Berlinerin fühle ich mich noch enger in die Geschichte hineingezogen, weil ich vieles kenne und quasi dokumentarisches Bildmaterial vor meinem inneren Auge abläuft. Ich erwartete Spannung und ein bisschen Gänsehaut und wurde nicht enttäuscht.

Der erfolglose Journalist Jan versucht, einem Rätsel auf den Grund zu gehen und das Geheimnis hinter den drei verschwundenen Menschen im Friedmann-Haus zu lüften. Dass ihm das nicht leicht fällt, liegt auf der Hand, denn es hemmen ihn nicht nur die anfangs zugeknöpften Mitbewohner und ein polizeilicher Ermittler, auch seine eigene Natur, die eher schüchtern und mutlos ist.

Die Charaktere sind in meinen Augen überspitzt dargestellt, denn es scheinen durchweg gestörte Menschen in diesem Haus zu wohnen, was einfach übertrieben sein MUSS. Zudem rast der Autor mit uns durch seine Geschichte, obwohl so viel Potential darinnen steckt, dass man bei der einen oder anderen Idee gern noch etwas länger verweilt hätte. Da hätte es für mich gern etwas ausführlicher sein dürfen.

Alles in allem ist dies eine nette Geschichte für zwischendurch mit einigen Überraschungsmomenten und einem leichten Gruselfaktor, der sich gern etwas länger hätte ausbreiten dürfen.

Ich gebe 08/10 Punkte.

Zitat:

Stolz und ernst, eine Hand hinter dem Rücken verschränkt, präsentierte er einige große und geheimnisvoll wirkende Maschinen.
Pos. 2166/3235, Kapitel 48, bei 67 %

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Über den Autor:

Peter Martin stammt aus Hamburg und hat schon einige Berufe (u.a. Fußmodel) ausprobiert und verdient seit 1996 seinen Lebensunterhalt mit dem Schreiben von Drehbüchern und Romanen. – Dies ist der erste Roman von ihm, den ich gelesen habe.

19.05.2017

{Gelesen}: Mr. Peardews Sammlung der verlorenen Dinge | Ruth Hogan

170429 Mr.Peardews

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Inhaltsangabe (Amazon):

Vor vierzig Jahren hat Anthony das Liebespfand seiner Verlobten verloren. Am selben Tag ist Therese bei einem Unfall gestorben. Seitdem sucht Anthony Trost in den Dingen, die er auf der Straße findet. Sorgfältig archiviert er die Fundstücke in seinem behaglichen viktorianischen Haus. Zu jedem Gegenstand vermerkt er, wann und wo er ihn gefunden hat. Und zu einzelnen schreibt er kurze Erzählungen, die das Besondere in den verlorenen Dingen schildern.
Sein großes Ziel ist es, die Besitzer ausfindig zu machen und ihnen alles zurückzugeben. Vielleicht hat jemand für ihn Thereses Liebespfand aufgehoben? Doch diese große Aufgabe muss er an Laura übergeben. Seine junge Assistentin, der er mehr zutraut als sie sich selbst. Anthonys Testament zieht für Laura eine Reihe äußerst unerwarteter Begegnungen nach sich. Denn auch sie möchte etwas finden …

Meine Meinung:

Eine wunderschöne Geschichte, die von Liebe, Verlorenem, Gefundenem, dem Sammeln von Gegenständen, dem Trinken “der leckeren Tasse Tee”, Freundschaft und vielem mehr erzählt. Eingebettet sind jeweils kurze Geschichten zu den gefundenen Gegenständen, wem diese wohl gehört und wie sie sie verloren haben. Außerdem ist auch etwas übersinnliche Wahrnehmung enthalten und etwas Geisterhaftes, also Mysteriöses, allerdings nicht in dem Maße, dass es kitschig wirken würde. Ich muss sogar zugeben, dass ich ein paar Tränen verdrückt habe und kann daher mit Fug und Recht behaupten, dass mich dieses Buch wirklich beeindruckt und emotional berührt hat. Kaum zu glauben, dass es sich um ein Debüt handelt… 

Mir hat neben dem Cover, das mir sofort ins Auge fiel, der Schreibstil gefallen, so schön einfach und schnörkellos, außerdem natürlich der unübersehbare britische Touch. Die Figuren sind glaubhaft dargestellt, wachsen an ihren Aufgaben, und es macht einfach Freude, die beiden Handlungsstränge in der Vergangenheit und Gegenwart zu verfolgen, die kurzen Geschichten zu lesen und sich in dieses wunderschöne Haus zu denken

Auch die Schilderung der Alzheimer Krankheit hat mir gefallen, so schrecklich diese ist, denn sie deckt sich mit meinen Erfahrungen. Und so gebe ich die volle Punktzahl 10/10 Punkte und hoffe, künftig mehr von dieser Autorin lesen zu können.

Dieses Buch habe ich bereits Monate vor Erscheinen von NetGalley.de als Leseexemplar erhalten und so lange mit dem Lesen gewartet, bis es erscheinen sollte, da sehe ich, dass der Termin nach hinten verschoben wurde. Nun, jetzt habe ich es gelesen, stelle die Rezension aber erst zum Erscheinungstermin online. Das bin ich NetGalley und dem Verlag schuldig. – Allerdings fließt das gelesene Buch natürlich in meine April-Statistik ein. Logisch Winking smile

Zitate:

Laura hatte oft das Gefühl, sie hätte Katholikin sein sollen. Sie war so gut darin, Schuldgefühle zu haben.
Pos. 701, 9. Kapitel“

"Gott sei Dank bin ich nicht stinkreich, wenn es das mit einem Mädchen macht”, scherzte Eunice. “Und wie stinkreich genau?”
”Stinkend.”

Pos. 973, 13. Kapitel

“Wir können Ihnen keinen genauen Zeitpunkt angeben”, hatte die Frau vom Kundendienst Laura mitgeteilt, “aber wir können Ihnen ein Zeitfenster zwischen 10.39 Uhr und 15.14 Uhr nennen.”
Pos. 2060, 27. Kapitel

Mr. Peardews Sammlung der verlorenen Dinge – beendet 29.04.2017 – 10/10 Punkte

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